Verschiedene Wege einen Roman zu plotten

Es gibt mehrere Möglichkeiten deine Geschichte zu planen und dir einen Überblick zu verschaffen, wann was passiert.

Ich selbst habe die meisten der hier aufgelisteten Methoden ausprobiert und auch kombiniert (besonders haben 1. und 4. bei mir geklappt). 

verschiedene wege einen roman zu plotten

 

Bevor ich dir die Methoden vorstelle, möchte ich noch sagen, dass dies nicht alle Möglichkeiten sind, die es gibt. Auch ist keine von ihnen DIE richtige Methode. Probiere einige aus und schaue, was zu dir passt.

1. Nach Kapiteln plotten

Hier teilst du dein Buch in Kapitel ein. Zu jedem Kapitel schreibst du 3-5 Sätze (es muss nicht genau detailliert sein). Das gleiche kannst du auch mit Szenen machen.

Tipp: Schreibe deine Sätze auf Notizzettel (oder Papierschnipsel). So kannst du Kapitel immer umstellen oder rausnehmen, falls diese nicht mehr passen.

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Tipp zum Tipp: Pass auf, wo du sie hinlegst. Es wäre unpraktisch, die Notizzettel auf dem Bett zu legen. Falls du sie auf dem Boden ausbreitet, sorg dafür, dass niemand drüber geht. Wenn du nirgendwo Platz findest, tackere die einzelnen Zettel aneinander und klebt sie mit Tesafilm an die Wand (dies ist mein totaler Ernst).

2. Eine Zusammenfassung schreiben

Du fasst dein gesamtes Buch ohne Kapiteleinteilung einmal zusammen. Dies kann verschieden lang sein: ein Satz, ein Absatz oder eine Seite.
Du solltest den Anfang, die Mitte und das Ende deines Hauptkonliktes aufgeschrieben haben und wie du von A nach B kamst. Nebenkonflikte sind in diesem Schritt noch nicht wichtig.

3. Drei-Akt-Struktur

Wie der Name es schon sagt, teilt ihr eure Geschichte in drei Akte:

1. Akt: Der Anfang der Geschichte dient dazu Ihre Hauptcharaktere, den Ort sowie den zentralen Konflikt einzuführen

2. Akt: Im weiteren Verlauf der Handlung spitzt sich der Konflikt immer weiter zu, bis er schließlich am Höhepunkt die Überhand ergreift und Ihr Protagonist seinen Tiefpunkt erleidet

3. Akt: Zu guter Letzt wird der Konflikt von Ihrer Hauptfigur aufgelöst und der Tiefpunkt somit überwunden

4. Das Freytag Modell

Dieses Modell ähnelt der Drei-Akt-Struktur. Hier gibt es fünf Teile:

1. Einführung (Exposition): Stellt uns die wichtigsten Figuren vor. Wann und wo spielt die Geschichte? Was löst den Hauptkonflikt aus?

2. Steigende Handlung (Erregendes Moment): Hier beschleunigt sich die Entwicklung des Geschehens in eine bestimmte Richtung, die Spannung auf den weiteren Verlauf der Handlung und auf das Ende steigt.

3. Höhepunkt (Climax): Hier steht der Held der Geschichte in der entscheidenden Auseinandersetzung; eine dramatische Wende zum Sieg oder zur Niederlage erfolgt.

4. Fallende Handlung (Retardierendes Moment): Spannung wird noch einmal gesteigert, indem die Entwicklung verzögert wird. Der Sieg des Helden wird noch einmal in Frage gestellt.

5. Auflösung: Bringt die Lösung des Konfliktes. Alle fragen sollten beantwortet sein (außer ihr schreibt eine Serie, dann können einige Dinge noch offen bleiben).

5. Snowflake Method

Diese Methode ist von Randy Ingermanson und beinhaltet zehn Schritte. Hier fängt ihr klein an und sammelt immer mehr Informationen zu euren Figuren, eurer Welt und der Handlung. Einzelne Teile können Ein-Satz-Zusammenfassungen haben. Diese Methode ist einfacher als die meisten, braucht dafür aber mehr Zeit.

Tipp: Hier würde ich euch empfehlen, euch das Buch zu besorgen. Es ist wie ein Roman geschrieben (Hauptfigur ist eine Autorin, die diese Methode entdeckt).

Für genauere Informationen zu den einzelnen Schritten empfehle ich dir diesen Post.

6. Den nullten Entwurf schreiben

Diese Möglichkeit ähnelt der Zusammenfassung sehr. Hier schreibst du dein Buch einmal durch, was ganz grob sein kann. Du kannst Einzelheiten oder ganze Szenen überspringen.

Diese Methode ist gut für Autoren, die nicht gerne plotten.

Weitere Tipps:

Wenn ihr mehrere Ideen habt, sucht euch die aus, bei der ihr am leidenschaftlichsten seid und baut dieser weiter aus.

Habt all eure Informationen an einem Platz: In einem Heft, Notizbuch, Ordner oder etwas anderem (glaubt mir, dies macht alles viel einfacher).

Figuren sind wichtiger als Plot:

Wenn wir uns den Plot des ersten Buches der Harry Potter Serie ansehen, passiert nicht wirklich viel.

Die Protagonisten gehen zum Unterricht, es gibt Quiddich-Spiele und am Ende gibt es einen Kampf gegen Voldemort (und noch einige andere Dinge).

Das Interessante an den Büchern sind die Figuren, deren Beziehungen zueinander und deren Reaktion auf die Konflikte.

Als weiteres Beispiel können wir uns die Herr der Ringe Trilogie: Der Plot ist, dass die Protagonisten den Ring nach Mordor bringen müssen. Hier sind ebenfalls die Figuren interessanter; Ihre Beziehungen zueinander und auch die einzelnen Figuren selbst.

Ein Leser würde einer gut geschriebenen Figur überall hin folgen, doch er bezweifelt jeden Schritt, den eine schlecht geschriebene Figur geht.

Wie du realistische Figuren erschaffst, findest du hier.

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So, das war’s auch schon von mir. Wenn dir dieser Artikel gefallen hat, so teile ihn doch bitte mit deinem Netzwerk.

Welche dieser Möglichkeiten kanntest du schon? Und welche hat dir am besten geholfen, deinen Roman zu planen? Schreibe es unten in die Kommentare hin.

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